Wie Workplace Design die Arbeitsplatzeffizienz beeinflusst

Büroimmobilien entwickeln sich immer mehr zu individuellen Lebens- und Arbeitswelten. Der Raum und die Umgebung haben somit einen wachsenden Einfluss auf unser Verhalten und unsere Leistung bei der Arbeit. Trotzdem ist Workplace Design, die Gestaltung der Lebens- und Arbeitswelt, ein relativ selten betrachteter Aspekt, wenn es um die Effizienz von Büroarbeit in Unternehmen geht.

Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter effizient zu führen, sind Optimierungen von Arbeitsprozessen, -systemen und -strukturen sicher wichtig, diese sollten jedoch nicht isoliert vom Raum betrachtet werden. Verbesserungen können ihre gewünschten Effekte dann nämlich nicht voll entfalten. Es empfiehlt sich daher, Workplace Design zu einem zentralen Bestandteil des Gesamtkonzepts zur Arbeitseffektivität zu machen.

Diese drei Beispiele zeigen, wie die Bürogestaltung das Verhalten und die Leistung von Mitarbeitern beeinflusst.

1. Freier Raum für Kreativität 

Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Art, wie Menschen arbeiten, und der Anzahl an Quadratmetern, die sie dabei nutzen. Wenn Mitarbeiter in Teams zusammenarbeiten und sich aktiv austauschen, nutzen sie dabei weniger Fläche. Kooperation und Austausch sind entscheidend für die Arbeitseffektivität, denn sie fördern die Ideenentwicklung. Arbeitsbereiche, die auf Zusammenarbeit zielen, sind daher kompakt und offen angelegt. Freiwerdende Flächen lassen sich so gestalten, dass sie Raum für Kreativität und spontane Gespräche für neue Ideen bieten.

2. Der Arbeitsplatz beeinflusst die Gesellschaft

Die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein hohes Gut. Ein hoher Krankheitsstand schwächt die Arbeitseffizienz eines Unternehmens enorm. Studien zeigen: Im Durchschnitt verbringen Mitarbeiter 30 bis 55 Prozent ihrer Arbeitszeit an ihrem Schreibtisch*. Stundenlanges Sitzen entwickelt sich zum neuen Rauchen. Es ist eine der Hauptursachen für körperliche Beschwerden und Ausfallzeiten. Es lohnt sich daher, eine gesundheitsförderliche Arbeitsumgebung zu schaffen, zum Beispiel mit ergonomischen Stühlen und höhenverstellbaren Tischen, die das Arbeiten im Stehen ermöglichen.

3. Begegnung ist Innovationstreiber

Bei Arbeitseffizienz geht es auch darum, nicht nur alleine vor dem Bildschirm zu arbeiten, sondern offen und ansprechbar für Kollegen zu sein. In Arbeitsumgebungen, die darauf ausgelegt sind, den vorhandenen Raum miteinander zu teilen, finden mehr Face-to-face-Gespräche statt, häufig spontan und ungeplant. Diese informellen Kontakte sind die beste Voraussetzung für einen funktionierenden Wissensaustausch zwischen Abteilungen und Hierarchieebenen. Begegnung ist ein Wissensübermittler, Entscheidungsbeschleuniger und ein zukunftsgerichteter Innovationstreiber.

Open Office ist ein boomender Trend. Bei manchen stößt dieses Konzept auf Skepsis. Sie befürchten Lärm, Unruhe oder wenig Raum für individuelle Bedürfnisse. Die Praxis zeigt jedoch, dass es hierfür wirksame Lösungen gibt. Wichtig ist, die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu kennen (zum Beispiel durch Befragungen) und diese in das Gesamtkonzept einfließen zu lassen. Umgestaltungen steht nichts mehr im Weg, wenn diese von professionellem Change-Management und -Kommunikation begleitet werden.

 

*Quelle: Space at Work, Gitte Andersen & Peter Holdt Christensen

 

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