Räume zur Zusammenarbeit, Kommunikation und Innovation gestalten

Zusammenarbeit ist eine der Aktivitäten am Arbeitsplatz, die heutzutage den größten Mehrwert bringen. Trotzdem tun sich Unternehmen weiterhin schwer damit, Arbeitsplätze zu schaffen, der diese wertsteigernden Interaktionen unterstützen.

In Wirklichkeit haben viele der heutigen Arbeitsplätze eine räumliche Anordnung, die es den Mitarbeitern unmöglich macht, zusammenzuarbeiten. Lange gerade Flure, mehrere Stockwerke und private Büroräume sind einige der größten Hindernisse für Interaktion

Studien zeigen, dass mehr als 50 Metern zwischen Menschen jede Hoffnung auf Kommunikation und Kollaboration eliminiert („Allen-Effekt“). Selbst wenn die Mitarbeiter von qualifizierten Partner für Projektarbeiten innerhalb der Organisation wissen, hält sie die lange Distanz von der Zusammenarbeit ab.

Arbeitsbereiche beeinflussen unsere Interaktionen

Menschen haben das grundsätzliche Bedürfnis, sich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen. Eine einfache Begrüßung des Kollegen kann das Gemeinschaftsgefühl einer Person verstärken. Der Gemeinschaftssinn ist einer der bedeutendsten, aber unterschätztesten Faktoren für Mitarbeiterzufriedenheit, Moral und Arbeitsleistung.

Die Menschen, die wir grüßen und mit denen wir interagieren, werden größtenteils von den physischen Arbeitsplatzstrukturen bestimmt. Solange das Top-Management nicht die strategische Arbeitsplatzgestaltung priorisiert und die Organisation Räume zur Verfügung stellt, die die Interaktion zwischen Abteilungen, Etagen und Distanzen fördern, werden der Wissensaustausch und die sozialen Beziehungen innerhalb des Unternehmens begrenzt sein.

Offene Arbeitsbereiche fördern die soziale und formelle Interaktion

Organisationsanalysen haben gezeigt, dass Menschen, die täglich in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung arbeiten, öfter spontan und ad hoc persönliche Meetings haben und weniger vorgeplante traditionelle Meetings. Darüber hinaus wird die Integration von räumlichen Einrichtungen in den Innenräumen, wie informelle Treffpunkte, Lounges und Cafés, die Standorte für soziale und formale Interaktion öffnen.

Somit werden die Mitarbeiter mehr Kontakt zu Kollegen haben und Ihr Netzwerk innerhalb der Organisation erweitern, als wenn sie an ein Einzelbüro gebunden sind. Fakt ist, dass 26 % der Mitarbeiter, die in Einzelbüros arbeiten, den ganzen Arbeitstag keinen persönlichen Kontakt zu anderen Kollegen haben. Das Gegenteil spricht für sich; Organisationsstudien zeigen, dass Mitarbeiter, die in aktivitätsbezogenen Arbeitsumgebungen mit geteilten Arbeitsplätzen arbeiten, das größte professionelle, interdisziplinäre Netzwerk in der Organisation haben.

Arbeitsbereiche fördern nicht nur soziale Beziehungen, die verstärken sie auch. Wenn sich Kollegen im selben Büro befinden, erhöht sich der visuelle Zugang zwischen ihnen, die räumliche Distanz wird minimiert und die Kommunikation intensiviert sich. In diesem Kontext werden Interaktionen sowohl durch die räumliche Nähe als auch vom Nutzenprinzip beeinflusst. Es ist nützlich in räumlicher Nähe zu sein, sowohl in der Aufgabenbewältigung als auch im Aufbau sozialer Beziehungen.

Unterstützt die zufälligen Meetings

Bei der Gestaltung von Zusammenarbeit und dem Aufbau sozialer Beziehungen ist die Herausforderung der Ingroups von großer Bedeutung. Studien zeigen, dass periphere Beziehungen (sogenannte schwache Bindungen) den Zugang zu einer größeren Menge an Wissen bereitstellen als die Ingroups (die starken Bindungen).

Es ist so, dass sich unser Wissen nicht wesentlich von dem Wissen der Kollegen unterscheidet, mit denen wir häufig in Kontakt stehen. Kollegen, mit denen wir gelegentlich zusammenarbeiten, neigen dazu, Kenntnissen und Perspektiven zu besitzen, die sich radikal von unseren unterscheiden.

Um Wettbewerbsvorteile aus Zusammenarbeit zu erzielen, ist es wichtig, Räume zu schaffen, die spontane Treffen mit abteilungsfremden Kollegen fördern und Mitarbeitern dabei helfen, sich von den häufig kontaktierten Mitarbeitern zu lösen.

In Kombination mit aktivitätsbasierten Arbeitsumgebungen, in denen die Mitarbeiter nicht an ihre Arbeitsstationen gebunden sind und die verschiedenen täglichen Aktivitäten in optimierten Büroräumen angesiedelt sind, gibt es keinen Zweifel daran, dass Organisationen viele Gelegenheiten haben, bewundernswerte Netzwerkkulturen aufzubauen und einen Beitrag zur Steigerung der organisatorischen Leistung beizutragen.

Lernen Sie den Arbeitsplatz der Zukunft zu stärken. Laden Sie unser White Book „New Ways of Working – The workplace of the future“ herunter!