Wie Ihr Arbeitsplatz den Kampf gegen Plastikmüll-Verschmutzung unterstützen kann

Während die Kunststoffkrise an Dynamik gewinnt, arbeiten Regierungen und Unternehmen zusammen, um Sofortmaßnahmen umzusetzen. Wie kann Ihr Arbeitsplatz im Kampf gegen Plastikmüll mitwirken?

Die Verschmutzung durch Kunststoffe hat enorme negative Auswirkungen auf unsere Ozeane, Böden, die Nahrungskette und die öffentliche Gesundheit. Wir produzieren über 300 Millionen Tonnen Kunststoff, und davon landen jedes Jahr etwa 8 Millionen Tonnen im Meer. Prognosen besagen, dass es bis 2050 in den Ozeanen mehr Plastik als Fische geben wird.

 

Abkehr von der „Wegwerfkultur“

Auch in Unternehmen ist daher jetzt Handeln gefragt. Es gilt, das Bewusstsein für dieses aktuelle Thema zu schärfen und die Denkweise von der „Wegwerfkultur“ hin zur 4R-Mentalität zu verändern: Refuse, Reduce, Reuse, Recycle – auf Deutsch: vermeiden, reduzieren, wiederverwenden, recyceln.

Das bedeutet, dass Einweg-Kunststoffe vermieden werden, dass die Verwendung von Produkten mit übermäßiger Kunststoffverpackung reduziert wird, dass man sich auf wiederverwendbare Alternativen zu Kunststoff verlässt und dass man jeden Kunststoff recycelt, der nicht vermieden werden konnte.

Um Einzelpersonen bei der Reduzierung ihrer Kunststoffe zu unterstützen, sollten Unternehmen mit ihrer Lieferkette beginnen, um nach Möglichkeit Alternativen zu Kunststoffen einzuführen. Den Menschen zu sagen, dass sie keine Plastikflaschen verwenden sollen, funktioniert nicht, es sei denn, man gibt ihnen eine einfache Alternative.

Da Unternehmen Kunststoff reduzieren, sollten sie das Bewusstsein für diese Veränderungen schärfen, was wiederum den Einzelnen ermutigen wird, seinen eigenen Kunststoff-Fußabdruck zu reduzieren und die 4Rs in seinem täglichen Leben umzusetzen.

 

Umstellung auf einen kunststofffreien Arbeitsplatz

Wo wird Plastik verwendet?

Führen Sie ein Kunststoff-Audit durch, um zu identifizieren, wo Sie besonders viel Kunststoff verwenden. Nehmen Sie dabei zuerst in den Blick, wo Einweg-Kunststoff eingesetzt wird und wo das größte Volumen an Kunststoff verbraucht wird.  Ermitteln Sie Alternativen zu diesen Produkten, indem Sie mit Ihrer Lieferkette zusammenarbeiten.

 

Platzieren Sie Schilder und wiederverwendbare Alternativen

Es ist eine gute Idee, das Bewusstsein zu schärfen und Schilder zu platzieren, wie man die Verwendung von Kunststoff vermeiden kann, mit Hinweisen auf wiederverwendbare Beutel, Becher, Strohhalme usw. Neben Erinnerungen können den Mitarbeitern Mehrwegbecher und -flaschen sowie Mehrwegbeutel angeboten werden, um Einweg-Kunststoffalternativen zu vermeiden. Der Austausch von abgefülltem Wasser durch eine Wassernachfüllstation kann ebenfalls eine Möglichkeit sein. Das wird ein schnelles Handeln mit großen Auswirkungen ermöglichen. Denken Sie daran, davor und danach der die Verwendung von Plastik zu messen, damit Sie Ihren Erfolg kommunizieren können.

 

Rufen Sie Eine Büro-Challenge aus

Warum motivieren Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen nicht im Kampf gegen Kunststoff? Challenges im Büro können sowohl ermutigend als auch unterhaltsam sein. Im Rahmen einer globalen Umweltkampagne bei ISS erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umweltfreundliche Beutel zum Sammeln von Plastik. Während sie die Natur im Freien genossen, brachten sie die gesammelten Gegenstände anschließend ins Büro, um zu sehen, was eine gemeinsame Anstrengung bewirken kann. Eine weitere Kampagne zum Welt-Umwelttag war die ISS Zero Waste Challenge, die dazu führte, dass Tausende von Kollegen und Kunden sich verpflichteten, an den Tag Einweg-Plastik zu entfernen. Es gibt viele Beispiele für gute Challenges, man muss nur irgendwo anfangen.

 

Verwenden Sie die richtigen Recyclingbehälter und geben Sie Hinweise

Die meisten von uns sind mit dem Recycling von Abfällen und der Mülltrennung vertraut, aber Recyclingbehälter sind oft mit regulärem Abfall verunreinigt, was bedeutet, dass nicht so viel recycelt werden kann. Durch die Bereitstellung der richtigen Recyclingbehälter und die klare Kennzeichnung, was wohin geht, wird eine größere Menge an Recycling ermöglicht.  Auch wenn es besser wäre, wenn der Abfall gar nicht erst entsteht, ist das Recycling ein wichtiger Teil zur Reduzierung von Plastikmüll-Verschmutzung.

 

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