Können wir das Büro abschaffen?

Seit vielen Wochen arbeiten unzählige Büromitarbeiterinnen und -mitarbeiter zuhause. Nachdem dem Lockdown kehren Unternehmen Schritt für Schritt wieder ins Büro zurückEinige stellen sich die Frage: Warum eigentlich? Hat die Coronavirus-Krise nicht gezeigt, dass man den Betrieb erfolgreich aufrechterhalten kann, ohne Büroarbeitsplätze zu finanzieren? 

Im Homeoffice sinkt die Produktivität 

Eine aktuelle Studie der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität fand heraus, dass die Produktivität im Homeoffice im Vergleich zur sonst üblichen Arbeitssituation mindestens zehn Prozent geringer ist. 

Zuhause lassen sich Arbeit und Privatleben nicht so gut trennen – das trägt zu Konflikten und Stress bei. Vor allem Mitarbeiter mit betreuungspflichtigen Kindern werden vermehrt von der Arbeit abgelenkt. Bei vielen leidet die Produktivität aber auch darunter, dass zu Hause kein angemessener Arbeitsplatz verfügbar ist – die Arbeit findet am Esstisch oder auf dem Sofa statt.  

Darüber hinaus sind der Studie zufolge nur rund 40 Prozent aller Tätigkeiten generell aus dem Homeoffice darstellbar. Viele Mitarbeiter können das Angebot also nicht wahrnehmen, ohne in ihrer Tätigkeit eingeschränkt zu sein.  

Die Vorteile des Büros 

Was wir aus der Corona-Krise lernen können, ist nicht, dass Remote-Work allein das Arbeitsplatzkonzept der Zukunft ist. Ja, es wird heutzutage immer wichtiger und präsenter – aber es kann das Büro nicht komplett ersetzen. Einige Vorteile des Büros sind: 

  • die klare Trennung zwischen Arbeit und Privatem, die das Homeoffice selten bietet. 
  • die einfache, kreative Zusammenarbeit zur Ideen- und Produktentwicklung sowie kontinuierlichen Verbesserung. 
  • Schaffung von Teamgeist, Förderung eines positiven Arbeitsklimas durch Teambuilding. 
  • die Ausbildung und Förderung von Nachwuchskräften, denn sie lernen, indem sie am Geschehen im Unternehmen teilhaben. 

Flexibilität zwischen Homeoffice und Büro 

Das Arbeitsplatzkonzept der Zukunft setzt daher auf Flexibilität. Die Mitarbeiter können ihren Arbeitsplatz dank flexibler Arbeitszonen an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen: Desk-Sharing schafft produktive, aber gesellige Arbeitsbereiche. In Ruhezonen kann jeder für sich konzentriert arbeiten. 

Empfehlenswert ist ein Zusammenspiel von Büroarbeit und Homeoffice. Wer an einem Tag aus gesundheitlichen oder privaten Gründen nicht ins Büro kommt, kann zuhause zu arbeiten. Eine hohe Produktivität ist am besten gewährleistet, wenn die Mitarbeiter frei entscheiden können, welches Arbeitsumfeld für die anstehenden Aufgaben und Projekte gerade zu ihnen passt.  

 

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